Programm 2017 – Ihre Meinung zählt!

Das erste Highlight dieses Jahres haben wir soeben fixiert: Am 31.3. und 1.4. treffen wir uns wieder zum Brush-Up-Seminar in Spitz an der Donau. Für den Rest brauchen wir Ihre Unterstützung!

Wie immer starten wir das Jahr mit der Mitgliederbefragung. Bitte nehmen Sie sich die 5 Minuten und füllen Sie den anonymen Online-Fragebogen aus. Sie helfen uns damit das Programm auf Ihre Bedürfnisse abzustimmen. Die Mitgliederbefragung 2017 läuft bis 17.2.2017. Herzlichen Dank vorab für Ihre Unterstützung!

15 Jahre IT-LAW.AT – ein würdiges Fest

Rund 70 Mitglieder und zahlreiche Ehrengäste feierten am 29.9. mit IT-LAW.AT im Novomatic Forum das 15-jährige Bestehen des Vereins.

Bei Aperitif im Freien an dem wohl letzten lauen Herbstabend starteten die Feierlichkeiten der Wissenschaftlichen Interessensgemeinschaft für Informationsrecht IT-LAW.AT vorigen Donnerstag. Im festlich gedeckten Novomatic Forum begrüßten dann Michael Seitlinger und Nikolaus Forgo die Gäste, wie u.a. Waltraud Kotschy, Wolfgang Feiel, Dietmar Jahnel, Hans Peter Lehofer und Wolfgang Pichler. Im September 2001 wurde IT-LAW.AT von einigen Absolventen des Universitätslehrgangs für Informations- und Medienrecht aus der Taufe gehoben. 15 Jahre später, 250 Mitglieder mehr und 150 Publikationen schwerer dürfen zahlreiche PräsidentInnen und Vorstände mit Stolz auf Ihr Kind blicken, das sich ohne Übertreibung als das größte Netzwerk aus IT-Juristen in Österreich etabliert hat. Ein köstliches Gala Dinner mit Tischzauberei und Kabaretteinlage von Jürgen Vogl boten einen angemessenen Rahmen für die Feierlichkeiten. Wir freuen uns auf weitere 15 Jahre mit IT-LAWL.AT!

BDO nervenstärker und Sieger des 25. IT-LAW.AT Fußballturniers

Spannendes Finale beim 25. IT-LAW.AT-Fußballturnier im Sportcenter Donaucity: In einem 7-Meter Krimi hatte die BDO (Kapitän: Christoph ERNST) gegen EY (Bruno Clemente Palma) schließlich das bessere Ende für sich: der 8. Schütze von EY scheiterte. Ebenfalls (traditioneller Weise) im 7-Meter-Schießen entschieden, das Match um Platz 3: hier konnte sich der Verwaltungsgerichtshof (Erich Pürgy) gegen Freshfields (Johannes Lutterotti) mit 4:3 durchsetzen.

Auf den Plätzen folgen die Semper Constantia Privatbank (Dieter Deutsch), PHH (Stefan Prochaska, Wolfgang Guggenberger), die KPMG (Lukas Javurek, Fritz Wittmann) sowie der FC Insolvenz (Stefan Langer).

Knapp am Viertelfinale vorbei sind die übrigen 11 Mannschaften, die sich über Platzierungsspiele ihre Punkte für die Ewigkeit sicherten. Platz 9 erreichten die Anwälte von BKP (Georg Fellner), dahinter folgen Wolf Theiss (Nikolaus PAUL), PWC (Non-Playing-Captain Werner Stockreiter), CMS Reich-Rohrwig (Oliver Stauber), bpv Hügel (Non-Playing Captain Gerald Schachner), Fellner Wratzfeld (Organisation Sabine Sommerauer), die Rechtsanwälte von ENWC (Harald Czermak), die etwas mit Personalproblemen kämpfende Veranstaltermannschaft von IT-LAW.AT, Brandl Talos & Partner (Organisation Anita Scheiner), Herbst Kinsky Rechtsanwälte (David Pachernegg) sowie die sich schonende Mannschaft von Deloitte.

 

Das Ergebnis im Überblick:

  1. BDO
  2. EY
  3. VwGH
  4. Freshfields
  5. Semper Constantia Privatbank
  6. PHH
  7. KPMG
  8. FC Insolvenz
  9. Brauneis, Klauser, Prändl
  10. Wolf Theiss
  11. PWC
  12. CMS Reich Rohrwig
  13. bpv Hügel
  14. Fellner Wratzfeld
  15. Taylor Wessing Enwc
  16. IT-LAW.AT
  17. Brandl Talos
  18. Herbst Kinsky
  19. Deloitte  IMG_4414
    BDO Fußballmannschaft_2016

    Die Siegermannschaft

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Seminar „Neues EU-Markenrechtspaket“ – Nachbericht

Am 11.03.2016 hatte IT-LAW:AT die Ehre Hofrat Mag. Robert Ullrich als Vortragenden zur Neuen EU-Markenrechtsrichtlinie begrüßen zu dürfen. Mag. Ullrich gab den Teilnehmern einen tiefen Einblick in die Hintergründe zahlreicher – und manch auf den ersten Blick unverständlichen –  Bestimmungen in der Richtlinie. Bald entwickelte sich durch die aktiven Beiträge der Teilnehmer des Seminars eine rege und interessante Diskussion. Zahlreiche inhaltliche Bestimmungen sind ja bereits langläufig bekannt (zB die Markenverletzung durch Transit), aber die Richtlinie hält auch einige sehr formale Regelungen parat, beispielsweise über den Fristenlauf der Nichtbenutzungsschonfrist, die vom Patentamt und den Nutzer des Markensystems einiges abverlangen werden. Mag. Ullrich hat die Teilnehmer des Seminars in klarer und strukturierter Weise in die zahlreichen Problemfelder eingeführt. Es war für alle Teilnehmer ein sehr fruchtbringender Freitag-Nachmittag.

Seminar „EU-Datenschutzpaket“ – Nachbericht

In der Aula am Campus der Universität Wien stellte Dr. Matthias Schmidl, stellvertretender Leiter der Datenschutzbehörde, das jüngst beschlossene EU-Datenschutzpaket (Datenschutz-Grundverordnung) vor.  Als Verordnung hat sie allgemeine Geltung, ist in allen Teilen verbindlich und gilt unmittelbar in jedem Mitgliedstaat. Es besteht jedoch die Besonderheit, dass die Datenschutz-Grundverordnung dem nationalen Gesetzgeber in vielen Bereicherungen Spezifizierungen bzw. Konkretisierungen erlaubt. Das österreichische DSG 2000 wird auf jeden Fall überarbeitet werden, da die Datenschutz-Grundverordnung einige Neuerungen bringt. Unter anderem wird der räumliche Anwendungsbereich ausgedehnt, die Begriffsbestimmungen erweitert zB um „Profiling“, „Pseudonymisierung“, „Genetische Daten“, die Betroffenenrechte ausgeweitet, die Registrierungspflicht beim DVR aufgehoben etc. Neben der Darstellung der inhaltlichen Neuerungen berichtete Schmidl auch über die Auswirkungen der Datenschutz-Grundverordnung im Zusammenspiel mit der österreichischen Behörde. Die internationale Zusammenarbeit werde wegen einem fehlendem Sprachregime und fehlenden Regelungen zu etwaigen Übersetzungskosten spannend. Weiters sei die Datenschutz-Grundverordnung sehr detailliert und nicht leicht verständlich.

IT-LAW.AT Mitgliederbefragung: Ihr Feedback ist gefragt!

IT-LAW.AT wünscht Ihnen ein erfolgreiches Jahr 2016 und startet traditionellerweise mit der Bitte um Ihr Feedback zur Arbeit des Vereins. Auch heuer haben wir wieder eine kurze Onlineumfrage erstellt, welche bis Ende Jänner läuft und Ihnen per Email zugesandt wurde. Bitte nehmen Sie sich diese 5-10 Minuten und unterstützen Sie damit unsere Arbeit. Ihr Feedback ist uns wichtig! Gerne wollen wir auch auf Ihre Wünsche bei der Organisation der Veranstaltungen eingehen.

Auch für dieses Jahr haben wir wieder ein umfassendes Seminarprogramm geplant. Die ersten Termine sind bereits online und stehen zur Anmeldung offen. Die Website werden wir auch heuer wieder weiterentwickeln. Erstmals wird IT-LAW.AT auch am eDay:16 vertreten sein und in der 2. Jahreshälfte feiern wir 15 Jahre Vereinsbestehen mit einer großen Veranstaltung für Sie.

Vielen Dank für Ihre Treue und Ihren Beitrag bei der IT-LAW.AT Mitgliederbefragung!

Deloitte gewinnt 24.IT-LAW.AT Fußballturnier

Auch das 24. IT-LAW.AT Fußballturnier fand einen würdigen Sieger: Die Mannschaft von Deloitte (Non-Playing Captain Florian Woditschka) blieb im Finale gegen Ernst&Young (Spielführer Bruno Clemente Di Palma) mit 3-0 siegreich. Im 7-Meter-Schießen um Platz 3 bewies die RLB NÖ-Wien (Wolfgang Lehofer) bessere Treffsicherheit als die Mannschaft des FC Insolvenz (Non-Playing-Captain Stefan Langer, Spielführer iV Matthias Siegert).

Auf den Plätzen folgen PWC (ebenfalls nur in der taktischen Vorbereitung tätig: Werner Stockreiter), Richter und Richteramtsanwärter des OLG Wien (Andreas Beneder), BDO (Christoph Ernst), bpv Hügel (Trainerteam Hanns Hügel & Gerald Schachner), der VwGH (Erich Pürgy) und schließlich die taktisch diszipliniert spielende, überraschenderweise deutlich unter Wert geschlagene Veranstaltermannschaft von IT-LAW.AT.

Das Endergebnis:

  1. Deloitte
  2. Ernst & Young
  3. RLB NÖ/ Wien
  4. FC Insolvenz
  5. PwC
  6. Richter & Richteramtswärter des OLG WIEN
  7. BDO
  8. bpv Hügel Rechtsanwälte
  9. VwGH
  10. IT-LAW.AT
  11. Brandl, Talos & Partner
  12. Freshfields
  13. Fellner Wratzfeld & Partner
  14. KPMG
  15. Prohaska Havranek Rechtsanwälte
  16. Grant Thornton Unitreu
  17. CMS Reich-Rohrwig Rechtsanwälte
  18. CHSH Rechtsanwälte
  19. Taylor Wessing ENWC Rechtsanwälte

 

Das war das Symposium 2015

Am 25.11.2015 fand das mittlerweile zehnte IT-LAW.AT Symposium unter dem Generalthema „Internet of Things – Vernetze Dein Leben!?“ statt. Den mehr als 80 Gästen wurde ein abwechslungsreiches und informatives Programm geboten: Nach einer Begrüßung des Präsidenten von IT-LAW.AT, Mag. Michael Seitlinger, referierte Thomas Hoeren, Professor an der Universität Münster, pointiert seine Sichtweise des Internets der Dinge und sprach sich dafür aus, Daten als Gegenstand des Eigentumsrechts zu behandeln, statt traditionelle Konzepte des Datenschutzrechts anzuwenden. Auf ebenso großes Interesse stieß der Vortrag über Produkthaftung im Internet of Things von Roman Heidinger, Lektor an der WU Wien und der Georg-August-Universität Göttingen. Er stellte dar, wie klassische Haftungsregime auch im Internet of Things zur Anwendung gelangen können.

Susanne Reindl-Krauskopf, Professorin an der Universität Wien, zeigte in ihrem Vortrag über das Strafrecht im Internet der Dinge anhand konkreter Beispiele sehr anschaulich, wo nach derzeitiger Rechtslage die Grenzen der Strafbarkeit liegen und welche Änderungen die Strafrechtsnovelle 2015 bringen wird. Die diskutierten Beispiele reichten vom vorsätzlichen Hacking des Stromnetzes bis zur fahrlässigen Verursachung einer Massenkarambolage durch ein fehlerhaftes Auto-Software-Update.

Datenschutzexpertin Waltraut Kotschy zeigte in ihrem Referat auf, wie schwierig die zentralen datenschutzrechtlichen Konzepte des Augtraggebers, Dienstleisters und Betroffenen sich im Internet of Things voneinander abgrenzen lassen. Kotschy plädierte insbesondere dafür, den Nutzer auch als Auftraggeber seiner eigenen Daten zu begreifen.

In seinem nachfolgenden Referat beschrieb Bernd Liebscher, Geschäftsführer der Telekom Austria Group M2M GmbH, eindrucksvoll zahlreiche praktische Einsatzmöglichkeiten und Erscheinungsformen des Internet of Things. Hieran anknüpfend stellte Wolfgang Feiel, Leiter der Rechtsabteilung der RTR-GmbH, die erst kürzlich verabschiedete EU-Verordnung zur Regelung der Netzneutralität vor. Er erklärte anschaulich, welchen Interpretationsspielraum die verabschiedete Verordnung aufweist und welche Herausforderungen sie für die nationalen Regulatoren sowie die Rechtsunterworfenen mit sich bringt.

Reiner Müller von der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien zeigte anschließend unter großem Interesse des Publikums, welche Daten SmartTVs erheben und an ihre Hersteller nach dem Prinzip „ET telefoniert nach Haus“ übertragen. Zum Abschluss moderierte Barbara Wimmer, Technologie-Redakteurin bei der Futurezone und beim Kurier, eine angeregte Podiumsdiskussion mit zahlreichen Publikumsfragen über die unterschiedlichen Herausforderungen des Internet of Things.

Zum Ausklang des höchst erfolgreichen 10. IT-LAW.AT Symposiums bot sich eine hervorragende Gelegenheit für Networking mit kulinarischer Begleitung.

Von Geheimdiensten, Operation „Transit“ und Staatsschutz

Erstmals begrüßte IT-LAW.AT am 13.11.2015 einen Nationalratsabgeordneten zur Diskussion im Rahmen der Seminarreihe „von Mitgliedern – für Mitglieder“. Dr. Peter Pilz berichtete über seine Ermittlungen zu den bekannten Spionageaffären, der Effektivität geheimdienstlicher Operationen bei der Terrorbekämpfung und den politischen Diskussionen rund um ein Staatsschutzgesetz in Österreich. Ein höchst brisantes und bedauerlicherweise brandaktuelles Thema, wie sich an diesem Abend noch herausstellte.

Rund 30 Mitglieder fanden sich an diesem Nachmittag am Vereinssitz ein und lauschten gespannt den sehr kurzweiligen Ausführungen des Gastes, der in einem breiten Streifzug durch die Geschichte der Geheimdienste, deren Vorgehensweise und Schlagkraft, die diversen aufgedeckten Operationen, die politischen Aktivitäten und konkrete Gesetzesvorlagen das Auditorium zu zahlreichen Fragen und Diskussionen motivierte. Dabei brachte er mehrfach zum Ausdruck, dass ein Mehr an Überwachung die Terrorbekämpfung keineswegs vereinfacht und dass der Schutz der Werte unserer Verfassung, wie insbesondere die Freiheit, unter dem vermeintlichen Sicherheitsgewinn nicht ausgehöhlt werden dürfen.

Sehr optimistisch wirkte Dr. Pilz beim Thema des im Parlament diskutierten Entwurfs eines Staatsschutzgesetzes, das – wie er berichtete – gemeinsam mit den Regierungsparteien nochmals einem intensiven parlamentarischen Diskurs samt umfassender Überarbeitung unterzogen werden soll. Auch ließ er keinen Zweifel daran, dass man Grundrechtsverletzungen in Österreich durch ausländische Geheimdienste nicht tatenlos zusehen werde.